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SCHULMEIDUNG

Keine Angst mehr vor der Schule

Etwa drei bis fünf Prozent der Schüler schwänzen laut Lehrerverband GEW regelmäßig den Schulunterricht. In unsere Rehabilitationsklinik kommen auch Kinder und Jugendliche, die aus unterschiedlichen Gründen der Schule lange ferngeblieben sind.
Andere Kinder und Jugendliche sitzen zwar im Unterricht, nehmen aber nicht mehr wirklich teil. Häufig sind kleine Auslöser der Einstieg in schulmeidendes Verhalten. Eine vorübergehende Erkrankung zum Beispiel führt dazu, dass die Schule nicht mehr besucht werden kann. Dies wird vom Kind oder Jugendlichen als eine Entlastung erlebt, woraufhin sich im zum Beispiel die Beschwerdesymptomatik hält, obwohl die organische Ursache dafür nicht mehr vorliegt.   
  
Einige Kinder bzw. Jugendlichen bieten organische Symptome, andere entwickeln Ängste oder wehren auch oppositionell ab, andere werden gar aggressiv oder andere depressiv.   
  
In der Praxis unterscheiden wir verschiedene Ursachen schulmeidenden Verhaltens.   
  
 
Die Schulangst   
  
Hier bestehen aktiv negativ Erlebnisse und Ängste im Bereich der Schule zum Beispiel  
  • Überforderungssituationen,  
  • Mobbing oder  
  • erlebte Misserfolge, die es dem Kind / Jugendlichen schwer machen in die Schule zu gehen.
  
  
Die Schulphobie   
  
Hier liegt die Ursache nicht primär in der Schule, sondern eher auf der Bindungs- u. Beziehungsebene zwischen den Eltern und dem Kind.   
  
 
Das dissoziale Schulmeiden   
  
Dieses betrifft Kinder, die keine der beiden oben genannten Ursachen bieten, die einfach keine Lust haben, in die Schule zu gehen und sich in der Gegend herumtreiben. In der Regel zeigen diese Kinder auch keine Symptome im organischen Bereich, wie bei den oben genannten Fällen.   
  
Exzessiver Medienkonsum findet sich bei vielen Schulmeidern und hier sollte zum Beispiel einer Computer- oder Handysucht abgegrenzt werden.   
  
Während in den Schulen häufig auf die Unterscheidung der entschuldigten oder unentschuldigten Kinder Wert gelegt wird, schauen wir im therapeutischen Bereich, in wie weit auch entschuldigtes Fehlen bei Symptomen wirklich organisch erklärbar und begründet ist, oder die Symptome eher im psychosomatischen Bereich anzuordnen sind.   
  
 
Ein hohes Risiko für Kinder und Jugendliche   
  
Allen Formen ist gemeinsam, dass schulmeidendes Verhalten an sich ein sehr hohes Risiko für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen darstellt. Diese sind im Erwachsenenalter sehr viel häufiger nicht erwerbsfähig und arbeitslos, haben zuvor große Schwierigkeiten Schulabschlüsse zu bekommen. Deshalb stellt schulmeidendes Verhalten ein Hochrisikofaktor für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen dar und es sollten gemeinsame Wege entwickelt werden, zwischen Elternhaus, Schule und den übrigen Helfersystemen.   
  
Schulmeidendes Verhalten ist immer ein sehr ernstzunehmendes Problem. Es stellt eine Gefährdung für den Lebenslauf des Kindes dar. Je länger man zuwartet, je mehr chronifiziert das Verhalten und je schwieriger ist es in den Griff zu bekommen.   
  
 
Rehabilitation als Durchbruch   
  
Sollten Sie/Ihre Kinder von „Schulmeidendem Verhalten“ betroffen sein, empfehlen wir Ihnen, als erstes eine Diagnostik anzustreben. Diese bekommen Sie bei Kinder- und Jugendpsychiatern (Ärzten), Kinder- und Jugendtherapeuten (Psychologen und Sozialpädagogen), sozialpädiatrischen Zentren, Institutsambulanzen.   
  
Bei hartnäckigen und ausgeprägten Fällen, ohne eine Rückführung in zwei bis drei Wochen, empfehlen wir Ihnen, parallel zu einem Rehabilitationsantrag bereits ein Antrag auf Jugendhilfe beim zuständigen Jugendamt zu stellen, da dies erfahrungsgemäß Zeit braucht und die Rückführung nach der Rehabilitation dann erleichtert. Das ist besonders wichtig, wenn Ihr Kind auf das 18. Lebensjahr zugeht, da nach Vollendung des 18. Lebensjahres nur schwer Unterstützung der Jugendhilfe zuorganisieren ist.   
  
Sehr häufig stellt eine Rehabilitationsmaßnahme bereits einen Durchbruch der Entwicklung dar. Die Kinder und Jugendlichen können in einer solchen Maßnahme oft erstmalig nach Monaten wieder angstfrei eine Schule besuchen, erleben, dass sie neue Freunde finden und neues Selbstwertgefühl tanken. Die Rückführung ins häusliche Umfeld sollte dabei bereits vor einer Rehabilitationsmaßnahme angebahnt werden, um fließende Übergänge und Sicherungsmechanismen zu entwickeln.   
  
Hier finden Sie wichtige Fragen zum Thema Schulmeidendem Verhalten als PDF zum Download:  
  

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Häufige Fragen bei schulmeidendem Verhalten - Maßnahmen, PDF-Version, 22 KB 
  
  

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Häufige Fragen zu Schulmeidendem Verhalten - Was ist das? PDF-Version, 12 KB 
  
  
 
Hier finden Sie einen Beitrag von Dr. Dirk Dammann zum Thema: Schulmeidendes Verhalten - Verständnis und Umgang in der kinder- und jugendärztlichen Praxis. Erschienen in der Schwerpunktbroschüre des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e. V. 2015.   
  

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Beitrag Schulmeidung von Dr. Dammann, PDF-Version, 122 KB  
    
  
 
Hier finden Sie Erfahrungsberichte unserer Kinder und Jugendlichen.   
  
 
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